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  • Partnerwahl

    Wenn man Menschen befragt, nach welchen Eigenschaften sich heutzutage Partner für ein gemeinsames Leben finden, denken dabei nur die Wenigsten an die Macht der Gene. Ihre Rolle bei der Wahl des richtigen Partners zu unterschätzen ist dabei jedoch gefährlich, da jedem Menschen sofort einleuchten dürfte, wie einzigartig die genetische Struktur eines jeden Menschen ist und somit auch dafür sorgen dürften, dass verschiedene Menschen für uns eine größere Attraktivität besitzen als andere.

    Die These des großen genetischen Einflusses auf die Partnerwahl ist längst wissenschaftlich erwiesen. Vor allem die sogenannten MHC-Gene sind es, denen die Wissenschaft hierbei eine große Rolle zuteilt und deren Auswirkungen sich weniger in der Charakterstruktur, sondern im eigenen Körpergeruch sowie im Immunsystem zum Vorschein treten. Wer auf der Suche nach dem richtigen Partner oder der Partnerin ist, wird sich der Macht dieser MHC-Gene also nur sehr schwierig entziehen können, sondern stattdessen den Duftstoffen und Gerüchen der unterschiedlichen Menschen folgen und diese als mehr oder weniger wohlriechend und somit attraktiv einstufen.

    Auffälligerweise suchen wir dabei vorrangig nicht nach Menschen, deren MHC-genetische Struktur der eigenen ähnelt, sondern dieser möglichst komplimentär gegenübersteht. Hierbei spielen unterbewusste Prozesse eine Rolle, die einem möglichen Nachwuchs ein möglichst großes und gesundes Spektrum im genetischen Bereich mit auf den Weg geben soll und somit optimal auf das bevorstehende Leben vorbereiten soll. Der aus dem Volksmund bekannte Spruch der sich anziehenden Gegensätze ist also zumindest auf dem genetischen Niveau durchaus wahr und durch wissenschaftliche Studien mehrfach bestätigt.